Rezension: John Katzenbach – Der Patient
Gesehen, gelesen, gehört 18 März, 2007
Der Psychiater Dr. Starks erhält an seinem 53. Geburtstag einen Erpresser-Brief. Der Erpresser fordert jedoch kein Geld. Er beginnt vielmehr mit den den Worten “Willkommen am ersten Tag Ihres Todes” und drängt ihm ein teuflisches Spiel auf: Der Erpresser gibt Starks 14 Tage Zeit seine Identität zu ermitteln. Schafft er es in den 14 Tagen nicht, soll er sich umbringen. Tut er das dann nicht, wird der Erpresser ein Mitglied aus aus der Familie von Starks vernichten. Von jetzt auf gleich ändert sich das Leben des Psychiater.
Und so rasant wie sich das jetzt anhört, fängt auch der Psychothriller an. Katzenbach gelingt es, nicht nur die Spannung vom Beginn an zu halten sondern auch noch zu steigern. Das liegt einfach daran, weil der Erpresser sich für Starks immer neue Gemeinheiten bereit hält.
Katzenbach gelingt es, den Protagonist und seine Gedanken sehr plastisch darzustellen. Man spürt förmlich die Hilflosigkeit und die Schmerzen, die er auf bei der aussichtslosen Jagd empfindet. Dadurch wirkt Starks authentisch.
Im zweiten Teil sinkt das Level zwangsläufig etwas ab. Unter Strich leidet der Roman aber nicht wirklich darunter. Dieser Thriller trifft daher genau meinen Geschmack. Selten so ein spannendes Buch gelesen, daher empfehle ich es uneingeschränkt weiter. LESEN!
John Katzenbach – Der Patient – ISBN: 3426629844 – 668 Seiten – 8,95 €