Never change a running system
Vor ein oder zwei Jahre bin ich dazu übergangen, Änderungen an den Rechner auf das Nötigste zu beschränken. Selbst die Upgrades von Kubuntu habe ich bewusst mit einer zeitlichen Verzögerung von einigen Wochen eingespielt – eben “Never change a running system”
Aber manchmal kommt es halt anders … und dann geht nach Murphys Gesetz auch (fast) alles in Hose.
Vor einigen Wochen ist die Festplatte unseres alten Zweitrechners, an dem die Kinder spielen und gelegentlich meine Frau mal surft, verreckt. “Verreckt” beschreibt recht plastisch, wie die Platte sich verabschiedet hat. Von jetzt auf gleich ging nichts mehr.
Die Platte (damals noch Markenplatte von IBM) dürfte 8 Jahre alt sein. Kann also durchaus mal vorkommen. Wichtige Daten waren nicht enthalten, hätte also schlimmer sein können.
Da man kleine Platte nicht mehr preiswert bekommt, habe ich eine größer Platte (400 GB) für den Server bestellt und eine 40 GB-Platte aus diesem aus- und dann in den Zweit-Rechner eingebaut.
Der Umbau und das Umziehen des Linux-System auf die neue Platte ging eigentlich recht problemlos. Aber dann fing der Ärger an.
Auf dem Zweitrechner lief immer noch Windows 98 SE. Das Upgrade auf Windows XP wollte ich mir in der Vergangenheit sparen und hatte auch eigentlich jetzt keinen Umstieg vor. Nur leider lies sich WIN98SE nicht so einfach auf der 40 GB Platte installieren. Als ich das endlich geschafft hatte, fiel mir wieder ein, wie viele Treiber man bei WIN98 manuell installieren muss.
Auch diese Hürde wurde irgendwann genommen. Beim Live-Update bei Microsoft durfte ich dann erfahren, das es neuere Updates für WIN98 nicht mehr gibt. Das hatte ich wohl auch verdrängt. Aber selbst die alten Updates ließen sich nicht installieren. Dafür braucht man den Internet Explorere 6. Nachdem ich diesen manuell installiert hatte, lief auch das Update durch.
Dann erfuhr ich, dass unser bisher verwendetes Antiviren-Programm nicht mehr als W98-Version entwickelt wird. In letzter Zeit hatte meine Frau wohl keine Updates mehr eingespielt.
Das Netzwerk ließ sich auch nicht gewohnt einbinden. Bisher hatte ich für jeden User ein Homeverzeichnis vom Samba-Server eingebunden und mit “Eigene Dateien” verbunden. Das hatte den Vorteil, das zumindest die wichtigeren Daten automatisch auf dem Server gespeichert und dort durch das tägliche Backup gesichert wurden. Das ging jetzt auch nicht mehr.
Jetzt reichte es mir, also doch Windows XP kaufen. Schnell ein günstige Lizenz bei eBay ersteigert und einige Tage später konnte die nächste Installationsorgie beginnen.
Das Installieren von XP ging im Verhältnis zu den Erfahrungen der letzten Tagen recht problemlos. Nur gibt es für meinen alten Scanner keine neuen Treiber. Und die alten konnte man nicht installieren. Auch das werden wir verschmerzen, wir haben ja noch einen.
Nur das Einbinden der Netzlaufwerke klappte partout nicht. Die Suche im Internet verhieß nichts Gutes. In der Home-Version, die ich gekauft habe, soll man keine vom User-abhängige Verzeichnisse einbinden können (“Domain-Controller”). Das soll man nur mit der Professionellen Version können, schreiben zumindest viele. Arrrh, wieder mal 10 Euro am falschen Ende gespart … Aber war mir schon wichtig. Also nicht aufgeben und weiter suchen.
Und dann doch Licht am Tunnel. In c’t 12/2005 wird in einem Artikel beschrieben, wie man aus der Home-Version die Prof-Version macht, bzw. zumindest einige Funktionen der Prof.-Version freischaltet. Und eben die Funktion, die ich zum Einbinden der Netzlaufwerke brauche, ist dabei. Und tatsächlich – es geht













[...] die Update-Funktion von Windows XP nicht mehr. Lange Zeit vermutete ich, das es daran lag, das ich die Installation etwas modifiziert hatte, damit ich mit meiner lizenzierten XP Home beim Starten immer das Homeverzeichnis vom Samba-Server [...]