Unruhe in der (k)ubuntu-Community

Computer und Technik 21 April, 2006

Ubuntu, der Name der neue Shooting-Star der Linux-Distributionen, kommt aus dem afrikanischen und bedeutet soviel wie “Menschlichkeit” und “Gemeinsinn“. Kubuntu, eine Ubuntu-Derivate, bedeutet eigentlich das gleiche (K stehe für KDE).

In der deutschen Community scheint der Gemeinsinn noch nicht bei allen angekommen zu sein.

In Zeiten, in den die Allgemeinheit Ubuntu auch durch häufigere Erwähnungen in der Presse wahrnimmt, teilt sich die Community.

http://www.ubuntuusers.de/ ist wohl das größte (und älteste?) Portal mit Forum zu Ubuntu und die verschiedene Derivate. Diese Portal wird nach eigener Aussage durch einen Verein getragen. Nun gibt es neben diesen Portal/Forum drei weitere deutschsprachige Foren, die sich hiervon abgespalten haben: kubuntu.de, ubunux.de und ubunux.de (Quelle).

Was soll das? Grundsätzlich begrüße ich die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Angeboten wählen zu können. Aber für eine solche Community ist das schädlich. Entweder muss der Hilfesuchende mehrere Foren, Portal und Wiki durchsuchen oder er beschränkt sich (vielleicht aus Unwissenheit) auf ein Portal/Forum und findet die nötigen Informationen nicht.

Dabei muss man wissen, das das Grundgerüst bei Ubuntu und Kubuntu gleich ist. Aus Ubuntu kann man durch das Nachinstallation der KDE-Oberfläche Kubuntu machen (und umgekehrt durch die Installation von Gnome). Das heisst, das durchaus einige Fragestellungen bei alle Varianten auftreten könnten. Das durch die Teilungen (insgesamt ) unnötige Mehrkosten entstehen, kommt noch dazu.

Die angegebenen Gründe, die ich gelesen habe, sind für mich jedenfalls nicht schlüssig, bzw. rechtfertigen nicht die Teilungen. Hier wäre ein Dialog und eine Bündelung der Kräfte sinnvoller gewesen.

Und zu allem Überfluss wurde das Portal/Forum kubuntu.de aus Protest für einige Tage von dem Betreiber offline geschaltet. Jetzt ist die Seite zwar wieder online, für mich schlüssige, nachvollziehbare Antworten, die aus meiner Sicht die Aktion gerechtfertigt hätte, habe ich nicht gelesen.

Die Berichterstattung hat jedenfalls nur verhalten stattgefunden. So haben neben pro-linux.de und golem.de nur wenige Blogs dies kritisch aufgegriffen, wie jnblog.de und ubuntu.blog.de. Dort findet man weiter Informationen.

Einen Gewinner dieser Aktion kann ich nicht erkennen, aber den Verlierer, die Community. Also was soll das?

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Ein Kommentar zum Thema “Unruhe in der (k)ubuntu-Community”

  1. Auftrieb für Kubuntu | blog.arlandt.com sagt:

    [...] Interessant ist dies insbesondere, da vor kurzem es in der deutschen Kubuntu-Community wegen der geringen Kubutu-Unterstützung kriselte. Hatte der Prodest doch Wirkung gezeigt? Darauf angesprochen, meinte Shuttleworth jedenfalls, das der Ärger, den es um kubutu.de gegeben habe, auf einen einzelnen Entwickler zurückzuführen sei. [...]

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