Gelungenes Fake: Graffiti auf der Air-Force-One
Am 18. April berichteten die Netzeitung* und N24* online darüber, das der Graffiti-Künstler Marc Ecko ein Video auf seiner Seite veröffentlich hat, in der er auf dem Triebwerk der Air-Force-One (zur Erinnerung: das Flugzeug des Präsidenten der USA) den Spruch “Still free” in einer Nacht und Nebel-Aktion aufgesprüht hat. In Anbetracht der politischen Situation war es schon höchst brisant, das er das Graffiti auf einem der am besten bewachtesten Objekte auf der Welt anbringen konnte. (Video ansehen!)
Dabei war das Video ein Fake. Wie heute die Netzeitung und Spiegel-online berichten, hatte Marc Ecko eine baugleiche Boeing 747 gemietet, das Flugzeug heimlich umlackieren lassen und den Film dann mit der Kopie der Air-Force-One gedreht. Wie weiter berichtet wird, wurde auf der Seite von Ecko sogar, wenn auch nicht offensichtlich, hingewiesen. Dies ist wohl niemanden aufgefallen. Sogar die Air-Force ist erst auf den Schwindel reingefallen.
Erstmal habe ich herzhaft darüber gelacht, das war doch mal ein Fake. Es war auch zu schön um wahr zu sein.
Allerdings ist es auch ein “schönes” Beispiel, wie schnell Meldungen sich verbreiten und sie als “wahr” übernommen werden, weil sie “veröffentlicht” wurden. Zeigt es doch, wie Mediengläubig wir sind. Und von den renommierte Presse darf man etwas kritischere Berichterstattung erwarten (wobei Fehler natürlich überall passieren können), oder?
* Sowohl bei der Netzzeitung, als auch bei N24 sind die Artikel nicht mehr im Archiv enthalten, allerdings noch im Google Archiv [1] [2].













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