John Grisham - Die Begnadigung
Gesehen, gelesen, gehört, Rezensionen 28 August, 2008
Joel Backman war einst ein sehr mächtiger Lobbyist. Als er verschiedene fremde Mächte den Zugriff auf einen Spionagesatellit vermitteln möchte, wird er wegen Geheimnisverrat angeklagt und kommt ins Gefängnis.
Auch Jahre später weiß Backman immer noch zu viel. Der CIA würde ihn gerne beseitigen und arrangiert seine Begnadigung durch den scheidenden Präsident. Im Rahmen eines Zeugenschutzprogrammes wird er Italien versteckt, soll Italienisch und Lebensart der Italiener kennen lernen, sagt der CIA
Schon kurze Zeit später erhalten seine ehemaligen “Geschäftspartner” einen Tipp und nehmen seine Fährte in Italien auf.
Laut Klapptext handelt es sich um eine brisante Geschichte aus dem Zentrum der Macht, die nicht vom Weißen Haus, sondern von einem unkontrollierbaren Staat im Staate ausgeht.
Und gerade das trifft meiner Meinung nach den Kern der Geschichte nicht.
Tatsächlich steht die Figur Joel Backman, seine Flucht nach Italien und seine Bemühungen, die Sprache zu lernen und in den Alltag abzutauchen, im Mittelpunkt dieser Geschichte. Und gerade dieser Aspekt, was in einem Mensch vorgeht, der in einem fremden Land untertaucht, fand ich interessant.
John Grisham hat hier eine spannende Geschichte abgeliefert, die Akteure nah beschrieben, die Welt der Politik und Agenten tangiert, das Ganze mit etwas Aktion und einer Liebesepisode angereichert (keine Angst, nur angereichert) … rundum ein lesenswerter Thriller.
Unter Strich insgesamt ein überdurchschnittlicher Grisham und überdurchschnittlicher Thriller. Von mir gibt es daher eine klare Kaufempfehlung!
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John Grisham - Die Begnadigung - ISBN 978-3-453-43197-3 - 478 Seiten - 9,95 Euro
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