Rezension: Jeffery Deaver – Tod eines Pornostars
Erst fliegt ein Pornokino in die Luft, dann wird die Haupdarstellerin durch eine Explosion umgebracht. Rune, eine Mitarbeiterin eines kleinen Filmstudios, möchte über die getötete Porno-Queen Shelly einen Dokumentarfilm drehen und gerät hierdurch unfreiwillig in Gefahr.
Der Roman erschien in den USA bereits 1990, in Deutschland erschien erst jetzt (2006) die erste Auflage der Übersetzung. Es wird daher eines seiner ersten Werke sein. Und das merkt man an einigen Stellen. Es hat nicht den gewohnten Umfang und Tiefe seiner späteren Bücher.
Die Geschichte ist gut, wenn sie auch nicht an die guten Thriller anknüpfen kann, die später erschienen sind.
Was mir weniger gefallen hat, sind die Enden (“ja, ich meine Enden“). Auf Seite 300 hat man den Eindruck, das die Geschichte (logisch) zu Ende ist. Dann wird auf weiteren 60 Seiten die Geschichte zu einem weiteren Ende fortgeführt. Irgendwie hatte ich den Eindruck, das dieses Ende erst im Nachhinein angefügt wurde. Ich fand es nicht ganz schlüssig.
Insgesamt ist dieser Thriller Mittelmaß, man ist von Deaver halt mehr gewohnt. Bereut habe ich den Kauf bzw. das Lesen aber nicht.
Wie der Verlag allerdings darauf kommt, im Innencover zu schreiben: “Tod eines Pornostars” zeigt Jeffery Deaver auf der Höhe seiner Kunst: Ein Thriller, scharf wie eine Rasierklinge. entzieht sich mit völlig. Vielleicht sollte man mal dem “Aufbau Taschenbuch Verlag” eine neue Packung scharfer Rasierklingen schicken.













[...] Insgesamt gesehen bietet dieses Buch eine gute Unterhaltung und ich würde es als leicht überdurchschnittlich bewerten. Das Buch (als auch die Titelhelden) gefielen mir besser als Deavers Roman “Tod eines Pornostars“. Eine Fortsetzung mit dem Duo Kincaid/Lukas könnte interessant werden. Eingeordnet unter Gesehen, gelesen, gehört, Rezensionen von Jörg Arlandt. Permalink • Drucken [...]