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Kubuntu Update / GRUB2 lief nicht mehr

Ich bin gestern endlich dazu gekommen, bei meinem Desktop endlich Kubutu auf die aktuelle Version zu aktualisieren. Leider blieb nach dem Reboot der Rechner gleich am Anfang hängen, da Grub nicht gestartet wurde und immer mit der Fehlermeldung “Error: file not found” hängen blieb. Das hatte ich bis dato noch nie.

Mit der Super-GRUB2-Disk (runterladen, ISO auf CD brennen und diese dann starten) wurden die Betriebssystem auf der HD erkannt (2. Menüpunkt: Detect any operation system) und konnten darüber auch gestartet werden.

Habe Grub2 dann entsprechend der Anleitung von ubuntuusers.de neu installiert (Neuinstallation im laufenden System):

  • sudo apt-get purge grub-* os-prober # grub-gfxpayload-lists
  • sudo apt-get update && sudo apt-get –reinstall install grub-common grub-pc os-prober # grub-gfxpayload-lists

Musste dann nur die richtige Partition, die gescannt werden sollte, auswählen.

Hierbei lag beim update wohl auch das Problem. Hier laufen 2 TB Platte über Fake-Raid. Daran wird das Update wohl gescheitert sein.

 

Kubuntu – leichter eine Datei senden …

Im Dateibrowser (z. B. Dolphin) wird leider im Kontextmenü (rechte Maustaste) unter Kubuntu (und vermutlich damit auch direkt unter KDE) keine Option angeboten, mit der die Datei an Kmail als Anhang in einer neuen Mail übergeben werden kann. Andere Betriebssysteme bieten das bereits in der Grundinstallation an.

Bei Kubuntu/KDE muss kann man das aber recht einfach nachrüsten. Eine Lösung findet ihr hier: https://github.com/indymike/Simple-Send-as-Attachment-with-Kmail

Einfach dieses Script [Download] ins Verzeichnis ~/.kde/share/kde4/services speichern.

Dell Studio XPS 7100 mit Dualboot (Raid) Windows 7 und Kubuntu

1. Das System und die Absicht

Mein alter Desktop ist in die Jahre gekommen und zeigte sich deutlich bei der Video- und Bildbearbeitung. Bei der Auswahl des neuen Rechners habe ich daher auf diese beiden Anwendungszwecke besonders geachtet. Hierbei war neben dem schnellen Prozessor insbesondere die Größe des Arbeitsspeichers und die Lese- und Schreibgeschwindigkeit der Festplatte wichtig. Aufgrund der guten Erfahrung mit DELL (siehe Berichte über mein Notebook DELL Studio [1][2][3][4][5][6]) fiel die Wahl auf das System Studio XPS 7100 von Dell mit dieser Ausstattung:

  • Prozessor: AMD Phenom II X6 1090T (3.20GHz, 512kx6)
  • Arbeitsspeicher: 8.192 MB (2 x 4 GB) DDR3 Dual-Channel-Speicher mit 1.333 MHz
  • Grafikkarte: AMD Radeon™ HD 6870 1GB DDR5
  • Festplatte 2 TB mit zwei Festplatten, RAID 0 (Striping) (2 x 1 TB – 7.200 1/min)
  • Optische Laufwerke Blu-Ray ROM combo (Blu-ray read only, DVD, CD read & write) & 16X DVD+/-RW
  • Soundkarten Sound Blaster X-Fi Xtreme-Audiokarte

Da ich persönlich Windows nur sehr wenig brauche und fast ausschließlich Kubuntu nutze, war die Kompatibilität mit Linux natürlich wichtig. Auf der Supportseite von Dell kann man für diesen Rechner (Studio XPS 7100) im Downloadbereich die aktuellen Version von Ubuntu runterladen. Laut dieser Meldung von Golem aus dem letzten Jahr, kann man diesen Rechner telefonisch bei Dell auch mit vorinstalliertem Ubuntu bestellen. Daher ging ich davon aus, das es keine Probleme mit der Installation von Kubuntu geben sollte.

Als problematisch stellte sich leider das “Raid”-System raus. Hierbei handelt es sich nicht um ein Hardware-Raid, sondern um ein sogenanntes Fake-Raid, also ein Zwischending zwischen Hardware und Software-Raid. Die eigentliche Umsetzung erfolgt durch das Betriebssystem und wird wohl in erster Linie durch Windows  unterstützt. Wenn man hiernach googelt, findet man überwiegend negative Äußerungen, Halb- und veraltetes Wissen, häufig mit dem Grundtenor, dass das von Linux nicht oder nur schlecht unterstützt wird. Tatsächlich erkennt Kubuntu dies, die Einrichtung stellte sich insbesondere in der Kombination Windows 7 mit Systempartition und GRUB2 dennoch nicht als trivial heraus.

2. Vorbereitung

Für die Dualinstallation von Windows 7 und einem Linux-System (hier Kubuntu) werden Installationsmedien (CDs oder DVDs) benötigt. Ferner brauchte ich noch GParted als Live-System auf CD! Ich habe daher die Installations-CDROM von Windows gleich mitbestellt und die Kubuntu 64 BIT Alternate in der Version 11.04 und die aktuelle Gparted Version runtergeladen und auf CD gebrannt. Ferner sollte man sich überzeugen, dass die notwendigen Windowstreiber verfügbar sind. DELL legt hierfür eine Treiber-CD bei. Beim diesem System muss beispielsweise der Netzwerktreiber von CD installiert werden, ohne diesen kommt man mangels funktionierender Netzwerkkarte nicht ins Internet

Als Erstes muss die Festplatte vorbereitet werden. Hierfür das Bios des Raid System beim Booten mit <strg>-<f> aufrufen, alte Partitionen löschen und eine Partitionen über den gesamten Platz anlegen. Hierbei habe ich beide Platte mit Raid 0 angegeben. Hierdurch “entstand” eine Platte mit der Gesamtkapazität von 2 TByte.

Dann habe ich das Live-System von Gparted gestartet und die “Platte” /dev/mapper/pdc_baeibbjdbj wie folgt partitioniert:

1. primäre Partition: Platz für rund 300 GB für Windows mit Systempartition (*1) freigelassen
2. primäre Partition: ~ 1,6 TiB ext4 Dateisystem für Linux Root (keine logische Partition verwenden!)
3. Partition (auf logischen Laufwerk) 16 MB Linux-Swap

(*1) Am Anfang sollte man Platz für Systempartition von Windows reservieren, da Windows 7 dort eine Systempartition anlegen möchte. Mehr  zu diesem Thema findest Du hier (als PDF).

3. Installation Windows

Als erstes muss man Windows 7 installieren und hierbei den freien Platz (erste Partition) mit rund 300 GB zuweisen. Windows legt neben Windows-Partition die erforderliche Systempartition an. Dadurch gibt es insgesamt 4 Partitionen auf der Festplatte. Als erstes sollte man nun von CD den Treiber fürs Netzwerk installieren und die Treiber von der Grafikkarte von CD oder einen aktuelleren Treiber von der DELL-Supportseite installieren.

4. Installation Kubuntu

Als Installationsmedium habe ich, wie schon oben beschrieben, Kubuntu Alternate 64bit 11/04 verwendet. Neben den üblichen Angaben ist es wichtig, die Frage “Serielle ATA-RAID-Geräte aktivieren?” zu bejahen! Ferner habe ich die Partition manuell eingerichtet. Hier können die mit Gparted eingetragenen Partitionen (siehe oben) übernommen werden. Sollte dies so nicht funktionieren, würde ich an dieser Stelle die beiden Linux-Partitionen nochmals löschen und an dieser Stelle neu anlegen. Grub2 muss seinen Boot-Partition quasi in den MBR des gestrippten Raid-Laufwerks schreiben, daher habe ich in meinem Fall /dev/mapper/pdc_baeibbjdbj angegeben! Das Programm, womit man übrigens dieses Fake-Raid ansprechen kann, heißt: dmraid.

Als erstes habe ich dann das System aktualisiert und die Quelle um Dritte erweitert. Bei der Aktualisierung wurde auch ein neuer Kernel (= 2.6.30-10) installiert.

Der probrietäre FGLRX-Grafiktreiber von ATI/AMD lies sich hiernach installieren (vorher ging es nicht!).

5. Zwischenergebnis

Bis zu diesem Punkt habe für diverse Versuche und gefühlten 4 – 5 Installationen beider System rund 16 Stunden gebraucht :-( Leider habe ich im Internet recht wenig dazu gefunden. Daher dieser ausführliche Beitrag, vielleicht hilft es dem einen oder anderen. Vermutlich wird diese Installation auch unter anderen Linux-Derivaten, wie Debian, Ubuntu, Fedora, Suse oder Mandriva funktionieren. Hinweise, Ergänzungen, Fehler oder ein kurzes Danke werdnen gerne als Kommentar entgegen genommen! :-) 

Von einer anderen Reihenfolge bei den Partitionen oder bei der Installation rate ich dringend ab. Es hat reichlich Versuche gekostet, diese zumindest bei mir funktionierende Reihenfolge zu ermitteln. 

Ports umleiten

Leider kann mein Hardware-Router keine Ports auf einen anderen Ports umleiten. Damit könnte man den SSH 22 nach außen verbergen und stattdessen vom Port 60000 auf SSH-Port 22 umleiten. Der Rechner wird hierdurch von außen über den Port 60000 erreichbar. Diese “Umleitung” ist natürlich kein richtiger Schutz vor Angriffen, unterbindet aber einen großen Teil der Portscans. Die nerven einfach.

Natürlich gibt es hierfür ein kleines Linux-Tool: rinetd

Die Konfiguration es einfach: einfach die Datei /etc/rinetd.conf editieren. Beim Beispiel von oben ist Folgendes einzutragen:

# bindadress    bindport  connectaddress  connectport
192.168.100.99  60000     192.168.100.99  22

Und bei dem Hardware-Router muss man dann noch einstellen, dass die Pakete mit dem Zielport 60000 an den Rechner 192.168.100.99 gesendet werden sollen.

RawTherapee und Kubuntu

Mit RawTherapee können die von Spiegelreflexkameras gespeicherten RAW Dateien (bei der Nikon D90 haben diese die Endung .nef) eingelesen und weiterverarbeitet werden. Für RawTherapee werden leider keine fertigen Pakete für Kubuntu und Debian angeboten.  Die Installation ist jedoch auch unter Linux recht einfach.

Unter http://www.rawtherapee.com/ kann das aktuelle Paket (tgz-Format) runtergeladen werden. Diese wir mit
sudo tar xfv rawtherapee241.tgz -C /opt/
nach /opt/RawTherapee30a1 installiert.

Hier fehlten allerdings noch einige Libs, diese habe ich mit
aptitude install libgtkmm-2.4-1c2a libglibmm-2.4-1c2a libiptcdata0
nachinstalliert.

Jetzt kann RawTherapee mit
cd /opt/RawTherapee30a1
./rt

gestartet werden.

Die Benutzung ist jedoch nicht ganz trivial, für die letzte Version gibt es aber ein deutsches Handbuch.

Seit der aktuellen Version 3.0 alpha 1 steht RawTherapee unter der GPL und der Source-Code wurde hiermit veröffentlicht. Das sollte nur förderlich sein, meistens haben die Programme wurden die Programme damit mittelfristig noch besser. Danke hierfür!

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