Rezension: Joanne K. Rowling - Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

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Nachdem ich die ersten sechs Bücher gelesen habe, wollte ich natürlich wissen, wie die Geschichte um Harry Potter zu Ende geht. Pünktlich wurde das Buch am Erscheinungstag geliefert.

Der siebte Teil beginnt im Grund da, wo der sechste Teil endet. Harry Potter macht sich mit seinen beiden Freunden Ron und Hermine auf die Suche nach den Horcruxe von Voldemorts. Die Suche wird durch den Tod Albus Dumbledore natürlich erschwert.

Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sagen, das es im dritten Drittel des Buches zum großen Show-Down zwischen den “Guten” und Voldemorts und seinen Anhängern kommt. Bis dahin müssen die Drei einige Abenteuer erleben. Mehr möchte ich zum Plot des siebten Teils nicht verraten.

Wenn man die ersten sechs Teile gelesen hat, muss man auch den siebten Teil lesen. Das Buch ist durchweg spannend, natürlich - man möchte wissen wie die Geschichte endet. Das eine oder andere Zusammenhang wird jetzt klarer.

Zwei Dinge haben mich jedoch gestört: Entgegen den ersten Teilen spielt Hogwarts (leider) erstmal keine große Rolle mehr. Ich hätte mir hier mehr Infos gewünscht, was während der Suche in der Schule passiert. Zwei Erzählstränge hatte dem Buch sicherlich gut getan.

Und das Ende des Kapitels “Wieder der Wald” - als Harry Potter im verzauberten Wald Voldemorts “gegenüber” tritt, hätte man sich sparen können. Oder man hätte das Buch hiernach enden lassen sollen (wobei ich für das Auslassen gewesen wäre), aber so habe ich den Eindruck, das Rowling entweder hier das Ende geplant hatte und es dann doch nicht so enden lassen wollte oder sie meinte hiermit die Spannung auf die Spitze treiben zu können. Egal, mir gefiel es nicht.

Ansonsten ist der Roman eine direkte Fortsetzung des sechsten Teils. Keine große Einführung, es geht direkt weiter. Und das betrifft auch die Tiefe der Geschichte und die Schreibweise. Abschießend kann ich mein Resümee daher nur wiederholen:

“Joanne K. Rowling hat eine wunderbare Welt geschaffen. Menschen mit einem Faible für Fantasiewelten der Zauberer und Hexen werden die Geschichte rund um Harry Potter mögen.” Und das gilt natürlich auch für den siebten und vermutlich letzten Teil.

Joanne K. Rowling - Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - ISBN-10: 3551577773 - 767 Seiten - Euro 24,90

Rezension: Greg Iles - Infernal

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Greg Iles - InfernalJordan Glass zählt mit ihren Kriegsfotos zu den wenigen Fotografin, die in diesem Metier Anerkennung gefunden hat. Während eines Urlaubs schaut sie sich in einem Musem in Honk Kong von einem anonymen Künstler die Bilderserie “Schlafende Frauen” an.

Auf einem der Bilder entdeckt sie eine Frau, die genauso wie sie aussieht. Es kann nur ihre Zwillingsschwester sein, die vor einem Jahr plötzlich verschwand. Jordan erfährt, das es sich bei den “schlafenden Frauen”eigentlich um tote Frauen handeln soll.

Jordan macht sich mit dem FBI auf die gefährliche Suche nach ihrer Schwester. Bei ihren Nachforschungen stellt sich schnell heraus, das es nicht nur um ihre Schwester geht, den die Bilderserie besteht aus neunzehn Bildern.

Auch bei diesem Roman hatte Greg Iles wieder eine gute Idee für eine Geschichte (es ist der vierten Roman, den ich von ihm gelesen habe).

Iles hält sich nicht mit einer langen Einführung auf. Leider flacht der Spannungsbogen, wie ich finde, ab der Mitte etwas ab und zum Ende wird nicht mehr wirklich viel Neues geboten, man ahnt das Ende.

Die Beschreibung der Figuren ist ansprechend, so erfährt man doch eine oder andere tiefgründigere über die Akteuere. Hierdurch werden sie “greifbarer” und die Geschichte lebendiger.

Das eine beteiligte “Zivilisten” allerdings derart in die Untersuchung des FBI eingebunden wird, ist vielleicht doch etwas überzogen.

Der Roman ist handwerklich gut gemacht, die Idee überzeugt und unter Strich wird nette Unterhaltung geboten. Der Roman ist damit guter Durchschnitt, obgleich es nicht Iles Werk “@EROS” (sehr zu empfehlen) erreicht.

Greg Iles - Infernal - ISBN 3404152204 - 541 Seiten - 8,95 Euro

Rezension: Irving Stone - Charles Darwin; Der Schöpfung wunderbare Wege

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In meine erste Biografie, genauer Romanbiografie, die ich jetzt gelesen habe, geht es um das Leben und Wirken von Charles Darwin.

irving-stone-der-schoepfung-wunderbare-wege.jpgCharles Darwin wollte eigentlich Pfarrer werden und hatte daher Theologie studiert. Damals (~1830) war es üblich, das man die Zeit von ein bis zwei Jahren, bis man seine erste Pfarrerstelle antreten konnte, für Reise und Forschung nutzte. Darwin, ein naturwissenschaftlicher Laie, wurde ein Platz auf dem Vermessungsschiff Bealge angeboten. Darwin, der bis nur Grundkenntnisse in Geologie besaß, sollte während der zweijährigen Reise verschiedene Proben sammeln.

Während der ersten zwei Jahre der Reise wurde die Atlantikküste Südamerikas vermessen, hiernach segelte die Beagle zur Pazifikküste. Hier wurden weiter Vermessungen durchgeführt. Von dort segelte die Bealge über Australien, Afrika und wieder nach Südamerika und dann endlich nach England zurückzukehren.

Während dieser Zeit lebte Darwin zeitweise für einige Wochen oder Monate an Land und unternahm Expeditionen ins Landesinnere. Die Reise dauerte schließlich fünf Jahre.

Darwin sammelte Proben von Steinen, Fischen, Vögel und diversen anderen Tieren und schickte diese mit Postschiffen nach England. Am Ende der Reise betrug die Sammlung mehrere tausend Stück Exponate.

Nach seiner Rückkehr katalogisierte Darwin mit anderen Forschern die Sammlung und veröffentlichte mit diesen zahlreiche Schriften in den Bereichen Geologie und Biologie.

Zur damaligen Zeit ging man davon aus, das Gott den Mensch, alle Tieren und Pflanzen erschaffen hat. Schon während der Reise fiel ihm die zahlreichen Modifikationen einiger Arten auf. Und das schien ihm zur gelten Meinung über die Unveränderbarkeit der Rassen unlogisch. Über Jahrzehnte entwickelte er die bekannte Evolutionstheorie und veröffentlichte erst als Fünfzigjähriger hierüber sein bekanntestes Buch “Entstehung der Arten“.

Neben der Reisetagebuch “Die Fahrt der Beagle” und dem anderen bekannten Werk “Die Abstammung des Menschen” schrieb Darwin bis zu seinem Tod einige weitere Bücher, die alle bei ihrer Veröffentlichung große Beachtung fanden. Er war sicherlich einer der größten Naturforscher.

Das Buch beginnt kurz vor Reisebeginn und beschreibt recht ausführlich die fünfjährige Weltreise. Im zweiten Teil geht es dann um die Zeit nach der Reise bis zu seinem Tod.

Die Beschreibung der Reise im ersten Teil ist einfach nur klasse. Obwohl dieser Teil mit rund 400 Seite recht umfangreich ist, hätte es von mir aus noch detailreicher sein können. Es ist schon unglaublich, was er als 22jähriger alles schon erlebt hat. Ich überlege schon, ob ich mir sein Reisetagebuch “Die Fahrt der Beagle” nicht auch noch kaufen soll.

Im zweite Teil beschreibt Stone sein weiteres Leben als Forscher und Familienmensch. Seine Familie und seine Freunde und Bekannte, mit denen er sich über seine Forschungen austauschen konnte und die ihn unterstüzten, waren ihm wichtig. Und dies wird im Buch deutlich.

Die Evolutionstheorie anhand von Beispielen zu begründen und die Widerstände durch die Gegner dieser Theorie zu überwinden, steht insbesondere im letzten Viertel des Buches im Mittelpunkt. Auch die damit verbundenen Anfeindungen sind fühlbar beschrieben.

Stone verstand es, das Leben des Charles Darwin im Zeitbild der damaligen Wissen- und Gesellschaft zu beschreiben. Zugegeben, an einigen wenigen Stellen wirkt das Buch etwas langatmig und gleichzeitig zu komprimiert, aber ein siebzig jähriges bewegtes Leben in ein Buch zu fassen, fordert Kompromisse.

Das Buch “Der Schöpfung wunderbare Wege - Das Leben des Charles Darwin” gehört zu den besten Bücher, die ich bisher gelesen haben. Selten hat mich ein Geschichte so bewegt, wie das über den Menschen Charles Darwin.

Irving Stone - Der Schöpfung wunderbare Wege; Das Leben des Charles Darwin - ISBN 3-499-23864-0 - 987 Seiten - Euro 9,90

Rezension: Lee Child - Größenwahn

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Lee Child - GrößenwahnJack Reacher, der Hauptprotagonist von den Autor Lee Child, landet mehr zufällig in einem kleinen Ort in Georgia. In den kleinen Ort sind in den letzten Jahrzehnten niemand mehr umgebracht worden. Nun werden innerhalb weniger Tagen mehrere Personen bestialisch ermordet. Aber das ist nicht das Einzige, was Reacher merkwürdig vorkommt. Der Ort wirkt (unnatürlich) wie aus dem Ei gepellt.

Beim ersten Mord wird Reacher als Verdächtiger festgenommen. Doch hat der ehemalige Ermittler ein Albi. Als es sich auch noch rausstellt, das sein Bruder, zu dem er seit Jahren kein Kontakt hatte, zu den Opfern gehört, kann er sich den Vorgängen in dem kleinen Ort nicht mehr entziehen.

Anfänglich versucht Reacher in guter (alter) Detektiv-Manier das Rätsel durch das Ziehen von Schlussfolgerungen zu lösen. Auch das Techtelmechtel zu einer Polizistin und die Aktion-Sequenzen ergänzen gut die Geschichte.

Zum Ende nimmt der Aktion Anteil leider zu, und damit auch eine übertriebene und unglaubwürdige Brutalität. In guter alter Wild-West-Manier werden die Bösen ohne großen Aufwand und mit der Wimper zu zucken zur Strecke gebracht.

Die ersten 2/3 des Buches waren allenfalls leicht überdurchschnittlich und lesbar, das letzte Drittel hat mir weniger gefallen. Insgesamt hätte ich mir etwas mehr Tiefgang und einen ansprechender bzw. anspruchsvolleren Schreibstil gewünscht.

Wie der Autor zum Titel sowie andere zu einer besseren Rezension kommen, ist mir ein Rätsel. Für Freunde brutaler Aktion ist das Buch vielleicht empfehlenswert, allen Anderen würde ich das Buch nicht empfehlen.

Lee Child - Größenwahn - ISBN 3570068323 - 508 Seiten - 6,95 Euro

Das Buch ist der 3. Band der Krimi-Edition vom Stern.

Rezension: John Katzenbach - Der Patient

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John Katzenbach - Der Patient Der Psychiater Dr. Starks erhält an seinem 53. Geburtstag einen Erpresser-Brief. Der Erpresser fordert jedoch kein Geld. Er beginnt vielmehr mit den den Worten “Willkommen am ersten Tag Ihres Todes” und drängt ihm ein teuflisches Spiel auf: Der Erpresser gibt Starks 14 Tage Zeit seine Identität zu ermitteln. Schafft er es in den 14 Tagen nicht, soll er sich umbringen. Tut er das dann nicht, wird der Erpresser ein Mitglied aus aus der Familie von Starks vernichten. Von jetzt auf gleich ändert sich das Leben des Psychiater.

Und so rasant wie sich das jetzt anhört, fängt auch der Psychothriller an. Katzenbach gelingt es, nicht nur die Spannung vom Beginn an zu halten sondern auch noch zu steigern. Das liegt einfach daran, weil der Erpresser sich für Starks immer neue Gemeinheiten bereit hält.

Katzenbach gelingt es, den Protagonist und seine Gedanken sehr plastisch darzustellen. Man spürt förmlich die Hilflosigkeit und die Schmerzen, die er auf bei der aussichtslosen Jagd empfindet. Dadurch wirkt Starks authentisch.
Im zweiten Teil sinkt das Level zwangsläufig etwas ab. Unter Strich leidet der Roman aber nicht wirklich darunter. Dieser Thriller trifft daher genau meinen Geschmack. Selten so ein spannendes Buch gelesen, daher empfehle ich es uneingeschränkt weiter. LESEN!

John Katzenbach - Der Patient - ISBN: 3426629844 - 668 Seiten - 8,95 €


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