Zum Jahreswechsel werden wieder einmal die Strompreise steigen, in einer Region in Niedersachsen sogar um 22 %. Die Verbraucher jammern und rufen nach der Politik.
Warum? Die Verbraucher sind es doch selber schuld.
Seit einigen Jahren kann der Stromanbieter frei gewählt werden. Tatsächlich haben erst wenige Verbraucher ihren Anbieter gewechselt. Vor einiger Zeit habe ich gelesen, der Anteil der Verbraucher, die ihren Stromanbieter mal gewechselt hätten, wäre unter 10 % gewesen (Quelle konnte ich leider nicht mehr finden).
Allerdings habe ich eine Befragung des Sterns zu diesem Thema gefunden. Demnach hielten über 50 % den Strompreis für zu hoch, aber nur 34 % wären bereit den Anbieter zu wechseln und nur 2,6 % haben im letzten Jahr tatsächlich den Anbieter gewechselt.
Wenn so wenige Verbraucher tatsächlich auf Preisänderung reagieren ist, liegt eine unelastisch Preiselastizität vor. Die Anbieter kann also ruhig die Preise anheben ohne eine große Verringerung der Nachfrage befürchten zu müssen.
Man könnte also auch sagen, die Anbieter erhöhen solange ihre Preise, bis die Verbraucher reagieren und erzielen dann den maximal möglichen Preis.
Demnach wird sich das erst ändern, wenn genügend Verbraucher auf die Preisänderung mit einem Wechsel zu einem (günstigeren) Anbieter reagieren.
Denn an Kostensteigerungen liegt es nicht, denn die Gewinne, die Unternehmen erzielen, sind ebenfalls kontinuierlich gestiegen.
Also vergleicht die Preise und wechselt zu einem günstigeren Anbieter. Im Internet gibt es einige Seiten, die einem den Vergleich sehr erleichtern. Die Preisänderungen zum Jahresbeginn werden zur Zeit aber wohl noch nicht berücksichtigt.
Der Ruf nach der Politik ist also gar nicht notwendig. Und das es funktionieren könnte, kann man am Telefon- bzw. Mobilfunktmarkt sehen. Dort sind die Preise schließlich auch gesunken.