Die Volksbank an der Niers, die comdirect.de und der Datenschutz

Dies und Das ... Kein Kommentar »

Ich überweise regelmäßig per Dauerauftrag an einen Bekannten (“Thomas”) den Betrag für unseren Rootserver.

Durch die Fusion seiner Bank (Volksbank in Goch) mit einer anderen Volksbank ist die “Volksbank an der Niers eG” entstanden. Natürlich haben sich hierdurch die Daten der Bankverbindung (Bankleitzahl und/oder Kontonummer) geändert.

Mein Bekannter hat versäumt, mir diese Änderung mitzuteilen. Ich habe daher den Dauerauftrag nicht geändert und die nächste Überweisung ging mit den alten Daten raus.

Und was macht jetzt die Volksbank? Sie schickt offenbar Auszüge mit diesen Überweisungen (Angabe der alten BLZ oder alten Kontonummer) an die jeweils andere betroffene Bank. Zumindest hat meine Bank (comdirect.de) offensichtlich einen entsprechenden Auszug enthalten und mir hiervon eine komplette Seite (lt. laufenden Zähler war es die Seite 49) samt Anschreiben der Volksbank geschickt.

brief_comdirect_tn.pngdatenschutz_volksbank_niers1tn.jpg

Auf dieser Liste sind sämtliche Daten der verschiedenen Überweisungen enthalten: Namen der Absender und Empfänger, die Bankverbindung des Senders, die alte und neue Bankverbindung des Empfängers, der Verwendungszweck (Buchungstext) sowie die Betrag. Wohlgemerkt, hierbei handelt sich um Überweisungen von verschiedenen Absendern und Empfängern.

datenschutz_volksbank_niers2tn.jpgIch kann dem Auszug beispielsweise entnehmen, wer an wen eine Unterhaltszahlung in Höhe von Euro 214 für Jessica bezahlt, wie viel Taschengeld Florian bekommt und wie viel Daniela für ihre Riesterrente einzahlt.

Wenn man nun berücksichtigt, das die Volksbank überwiegend regionale Kunden im Bereich Goch hat, besteht durchaus die Möglichkeit die einen oder anderen betreffenden Kunden übers Telefonbuch zu lokalisieren.

Auch möchte sicherlich nicht jeder Kunden, das andere, ihm nicht bekannte Personen, seine Bankverbindung kennt. Gerade in Zeiten, in den es unliebsame Zeitgenossen mit fremden Bankverbindungen bei Online-Shops einkaufen gehen, finde ich das brisant.

Liebe Banken, habt ihr schon einmal etwas von Datenschutz gehört?

Liebe Volksbank, warum informiert ihr nicht eure Kunden, das diese eine fehlerhafte Überweisung (da alte Bankverbindung) erhalten habe und diese bitte ihrerseits den Absender der Überweisung informieren.

Liebe comdirect.de, ihr habt das gemacht, um was die Volksbank euch gebeten hat, aber ein wenig mitdenken hätte sicherlich nicht geschadet.

Ich möchte jedenfalls nicht, das Dritte meine Bankdaten erhalten. Ich frage mich, ob dies ein bedauerlicher Einzelfall ist oder die übliche Vorgehensweise bei den Banken.

[Update 02.03.2007]

Zwischenzeitlich haben sich beide Banken bei mir gemeldet, den Fehler eingeräumt, sich entschuldigt und Besserung gelobt. Ich gehe also davon aus, das dies in der Zukunft nicht mehr vorkommen wird.

In Anbetracht der Abmahnwellen und der rechtlichen Drohgebährden einiger anderer Firmen auf negative Berichten in Blogs, kann muss man diesen Umgang mit Kritik schon als positiv bezeichnen.

Hörspiele / Podcast

Fundstücke Kein Kommentar »

Über interessante Hörspiele und Podcast hatte ich unter anderem hier bzw. hier berichtet.

Auf diesen zwei Seite gibt es weitere gut gemachte Hörspiele / Podcasts.

Sherlock Holmes

Ist zwar erst eine Geschichte (Ein Skandal in Böhmen), aber die ist gut gemacht. Ich hoffe, das war keine Eintagsfliege und ist gibt bald weitere Geschichten zu hören vom Meisterdetektiv. (rss-feed)

Die drei Fragezeichen (???)

Diese Hörspiele, die auf den Geschichten der drei drei Detektive aus Rocky-Beach basieren, werden von Fans produziert. (rss-feed)

Kaninchen

Dies und Das ... 1 Kommentar »

Unsere Familie hat Nachwuchs bekommen:

Unsere Kaninchen

Seit gestern gehören diese beiden Kaninchen mit den Namen Nelly und Uhu (die Namen haben die Kinder ausgesucht) zu unserer Familie … und nein, sie kommen nicht in die Bratröhre :)

OpenOffice – Speichern auf NFS Laufwerke

Computer und Technik 6 Kommentare »

Seit der Installation von Kubuntu (6.10) konnte OpenOffice (Version 2.04) keine Dateien mehr auf meinem NFS-Laufwerken abspeichern. Wenn ich diese erst lokal abgespeichert habe, konnte ich diese Problemlos verschieben – grundsätzlich war der Schreibzugriff also möglich.screenshoot-fehler-openoffice.png

Wie ich dann festgestellt habe, liegt das am Locking vom NFS-Server. Der NFS-Server (konkret der Dämon statd) sollte beim Speichern die Datei sperren, damit kein Anderen auf diese Datei während des Speichern zugreifen kann. In den bisherigen Versionen hat OpenOffice wohl nicht genutzt oder beachtet.

Eine mögliche (schnelle) Lösung ist nun, OpenOffice zu veranlassen, wie bisher, kein File-Locking nicht zu nutzen.

Dazu kommentiert man auch diese beiden Zeilen in dem Startscrip [/usr/bin/soffice ] aus:

# file locking now enabled by default
SAL_ENABLE_FILE_LOCKING=1
export SAL_ENABLE_FILE_LOCKING

Unter Umständen funktioniert das aber nur bis zum nächsten Update von OpenOffice.

Alternative kann man sicherlich den Fehler auf dem Grund gehen und beim NFS-Server suchen.

Das habe ich gemacht und musste leider feststellen, das bei Kubuntu nicht alle erforderliche Pakete / Dateien, die man für das ordentliche Einbinden von NFS-Laufwerken benötigt werden, in der Standardinstallation installiert werden.

Hier fehlte konkret das Paket “nfs-client”. In diesem Paket sind die erforderlichen Programmen zum Sperren (locking) der Dateien enthalten. Nachdem ich dies nachinstalliert habe, ging es auch ohne die oben beschrieben Änderung und ist daher als Lösung vorzuziehen.

Funvideo: Menschliche Schleuder

Fundstücke 3 Kommentare »

Es gibt schon mutige irre kranke Menschen … :-D


Copyright © 2006 - 2009 Kessel Buntes (blog.arlandt.com). All rights reserved.
This blog uses DigoWatchWP an anti-fraud plugin for Wordpress.