Seit Jahren läuft mein Server inklusive diversen Diensten sehr stabil mit Debian, erst die Version “Woody” und seit Juni 2005 die Version “Sarge”. Änderungen waren so gut wie nie nötig, er lief einfach.
Am 08.04.2007 wurde nun die neuste Version von Debian veröffentlicht: debian 4.0 Etch.
Laut Upgrade-Hinweise war vor dem eigentlich Update ein Upgrade auf den Kernel 2.6 notwendig sowie ein Upgrade von Exim3 auf Exim4.
Also erstmal einen 2.6 Kernel installiert und etliches älteres Gerümpel gelöscht deinstalliert. Dazu zählte, neben alten Kernel, zum Beispiel squid, der Web-Proxy. Bei den heutigen Leitungsgeschwindigkeiten lohnt das nicht mehr. Zu ISDN-Zeiten, als ich ihn installiert habe, sah das noch ganz anders aus.
Als nächstes wollte ich das Upgrade exim3 auf exim4 vornehmen. Das gestaltete sich schon aufgrund des komplexen Mailsystems etwas schwieriger. Schließlich habe nicht nur exim4 komplett neu installiert, sondern auch alle anderen Programme, die zu meinem Mailserver gehören: fetchmail, procmail, amavis, spamassassin, etc.
Das eigentlich Update verlief erstmal relativ problemlos. Einzelne Programme meckerten zwar aus den unterschiedlichen Gründen, nachdem “aptitiude dist-upgrade” mehrfach durchgelaufen ist, liefen die meisten Programme wieder.
Aber leider nicht alle …
Der NFS-Server meckerte bei jedem Export der Verzeichnisse, dass die Option “subtree-check” fehlte. (siehe “man 5 exports”).
Keiner der Drucker war mehr ansprechbar. Vermutlich lag hier ein Rechteproblem vor. Ich habe mich für die Neuinstallation von Cups entschieden. Die Konfiguration war recht einfach, im Grunde war hiernach der Installation nur die Rechte anzupassen. In der Defauteinstellung können die Drucker nur vom “localhost” angesprochen werden.
Über Samba waren die Drucker aber immer noch nicht ansprechbar. Hier fehlte die Variable “path = /var/tmp”. Die ist in der aktuellen Version erforderlich (hierbei fiel mir auf, das die erste Version meines Config-Files von 2000 und die letzten Änderung von 2003 war.)
Leider funktionierte der LDAP-Server nicht mehr. Beim Upgrade wurde ausdrücklich darauf hingewiesen. Die Neuinstallation führte zu einer unglücklichen Verkettung von Probleme. Zur Konfiguration wollte ich eigentlich phpldapadmin nutzen. Der lief leider auch nicht. Dessen Neuinstallation zog er aufgrund von Abhängigkeiten neue PHP Progamme bzw. Libs nach sich, was wiederum dazu führte, das andere PHP Programme, wie squirrelmail, dann auch nicht mehr liefen.Schließlich habe ich alles, was irgendwie mit PHP zu tun hat, deinstalliert, auf Apache2 upgedatet und alle PHP Programme neu installiert.
phpldapadmin lief zwar immer noch nicht, aber das lag an der Login-Einstellungen. Eine Änderung an der Config.php hat hier geholfen.
Jetzt läuft erst mal alles … insgesamt war es durchwachsen.
Bei den Releasegeschwindigkeiten von debian, ist jetzt erst mal lange Ruhe
