Jordan Glass zählt mit ihren Kriegsfotos zu den wenigen Fotografin, die in diesem Metier Anerkennung gefunden hat. Während eines Urlaubs schaut sie sich in einem Musem in Honk Kong von einem anonymen Künstler die Bilderserie “Schlafende Frauen” an.
Auf einem der Bilder entdeckt sie eine Frau, die genauso wie sie aussieht. Es kann nur ihre Zwillingsschwester sein, die vor einem Jahr plötzlich verschwand. Jordan erfährt, das es sich bei den “schlafenden Frauen”eigentlich um tote Frauen handeln soll.
Jordan macht sich mit dem FBI auf die gefährliche Suche nach ihrer Schwester. Bei ihren Nachforschungen stellt sich schnell heraus, das es nicht nur um ihre Schwester geht, den die Bilderserie besteht aus neunzehn Bildern.
Auch bei diesem Roman hatte Greg Iles wieder eine gute Idee für eine Geschichte (es ist der vierten Roman, den ich von ihm gelesen habe).
Iles hält sich nicht mit einer langen Einführung auf. Leider flacht der Spannungsbogen, wie ich finde, ab der Mitte etwas ab und zum Ende wird nicht mehr wirklich viel Neues geboten, man ahnt das Ende.
Die Beschreibung der Figuren ist ansprechend, so erfährt man doch eine oder andere tiefgründigere über die Akteuere. Hierdurch werden sie “greifbarer” und die Geschichte lebendiger.
Das eine beteiligte “Zivilisten” allerdings derart in die Untersuchung des FBI eingebunden wird, ist vielleicht doch etwas überzogen.
Der Roman ist handwerklich gut gemacht, die Idee überzeugt und unter Strich wird nette Unterhaltung geboten. Der Roman ist damit guter Durchschnitt, obgleich es nicht Iles Werk “@EROS” (sehr zu empfehlen) erreicht.
Greg Iles – Infernal – ISBN 3404152204 – 541 Seiten – 8,95 Euro
