Beiträge aus dem Monat März 2009

Kubuntu startete nicht …

Vor einigen Wochen habe ich auf meinem (alten) Notebook Kubuntu komplett neu installiert. Das war meiner Meinung leider notwendig, da ich seit einigen Jahren die Upgrades nicht mit dem Kubuntu eigenen Update-Programmen durchgeführt hatte, sondern hierfür häufig das Programm aptitude genutzt habe. Im Laufe der Zeit sind immer wieder Fehler aufgetreten, die ich schließlich auf diese “unsauberen” Upgrades zurückführe.

Nur traten seit der Neuinstallation trotzdem immer wieder kleinere Probleme auf. Ich hatte zwischenzeitlich sogar den Verdacht, dass die Festplatte oder, der Arbeitsspeicher eine Macke hat. Doch alle Prüfungen waren (zum Glück) negativ. Jedes mal war die Ursache trivial (z. B. falsch gesetzte Rechte).

Und nun die nächste Geschichte, die arg an Kubuntu, meinem Notebook und meinem Brain zweifel lies ;-)

Heute morgen hatte ich den Rechner kurz an. Da war noch alles ok. Ich hatten ihn auch ordentlich runter gefahren, ehrlich :)

Gerade komme ich von der Arbeit, mache das Notebook an, Kubuntu startet auch bis zum Schirm zum Anmelden (x.org läuft also), Name und Passwort kann ich noch eingegeben, der Bildschirm flackert kurz, dann wieder der Anmeldeschirm. Das war es …

Logs angesehen und studiert … nichts Auffälliges. Ich zweifel an Kubuntu … hatte ich nicht letztens gelesen, dass die aktuelle Version Schrott ist. Kam vor einigen Tagen nicht von x.org ein Update?

Also flott den anderen Rechner gebootet und mal nach “Kubuntu OR KDE startet nicht” auf der Seite ubuntuusers.de gesucht. Zumindest finde ich dort keine aktuellen Hinweise auf  ähnlich Probleme. Das ist doch schon mal ein gutes Zeichen.

In einem Beitrag finde ich den freundlichen Frage, ob die Platte eventuell voll ist. Dürfte hier eigentlich nicht sein, den die 40 GB Platte dürfte eigentlich nur zur Hälfte gefüllt sein. Vorsorglich mal prüfen.

Ein Geschwindes “df -h” bringt es zu Tage, 100 % des Platte wird benutzt. 100 % WIESO DAS?

Mal den Plattenverbrauch je Verzeichnis des Rootverzeichnisses ansehen:
du -x --si -s /*
6,4M /bin
25M  /boot
0    /cdrom
2,9M /dev
14M  /etc
18G  /home
0    /initrd.img
0    /initrd.img.old
210M /lib
17k  /lost+found
29k  /media
4,1k /mnt
295M /opt
0    /proc
320k /root
9,0M /sbin
205k /srv
0    /sys
21k  /tmp
2,5G /usr
789M /var
0    /vmlinuz
0    /vmlinuz.old

Dem aufmerksamen Leser wird hier auffallen, das hier etwas nicht stimmt. Richtig, wenn man die Werte addiert (also den Plattenverbrauch je Verzeichnis) kommt man nicht auf 40 GB.

Kurze Ratlosigkeit macht sich breit. Sollte die Platte in meiner Abwesenheit kleiner geworden sein?

Und dann dämmert mir da was. Vor Jahren hatte ein Bekannter auf einem LUG Treffen ein ähnliches Problem.

Und tatsächlich …

Ich binde das Backupverzeichnis meines kleinen Servers via NFS bei jedem Linux-Rechner automatisch bei jedem Start ein. Und hier legt jeder Rechner sein mit rsnapshot erzeugtes Backup ab. Heute morgen hat das Einhängen (mounten) des Backup Verzeichnisses vermutlich nicht geklappt. Also hat rsnapshot das Backup im gleichnamigen lokalen Verzeichnis (dem Mount-Point) angelegt und hierbei den gesamte restlichen Plattenplatz vollgemüllt genutzt.

Und das Mounten nun geklappt hat, verdeckt das gemountete Verzeichnis die lokalen Dateien. Tatsächlich ist der Plattenverbrauch nach dem Unmounten von /media höher:
17G      /media

Tja, man muss nur drauf kommen …

Und jetzt muss ich mir mal etwas überlegen, wie ich das verhindere.

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Neues Notebook

Vor 6 Jahren haben ich mein aktuelles Notebook gekauft. Ich wollte damals einen  Rechner, mit dem man halbwegs mobil war, er sollte also nicht zu schwer und groß sein, über eine relativ lange Laufzeit bieten und dabei bezahlbar bleiben.

Meine Entscheidung fiel damals auch auf das ASUS Noteboo 2400N, weil ASUS bei der jährlichen Notebook-Umfrage der c’t super abgeschnitten hatte und ASUS den Rechner ohne Windows verkauft haben.

Das Notebook ist etwas größer als eine DIN-A4 Seite, wiegt rund 2,5 kg und hatte eine anfängliche eine Laufzeit von ca. 4 Stunden. Für rund 1300 Euro war das ein wirklich guter Rechner!

Mittlerweile beträgt die Laufzeit nur noch 2 Stunden, obwohl das für so ein altes Gerät immer noch eine hervorrande Leistung. Nur lässt die Leistung mittlerweile arg zu wünschen übrig.

Spätestens seit dem Update auf Kubuntu 8.10 merkt man deutlich, dass das ASUS Notebook während der alltägliche Arbeit regelmäßig bis an die Leistungsgrenzen kommt. Gut, 512 MB und Intel M 1400MHz ergeben halt (nach heutigen Ansprüchen) keinen Renner.

Wenn ich Firefox, Evolution und die Konsole mit zwei oder drei Instanzen aufrufe, ist der gesamt Arbeitsspeicher belegt und der Rechner ist fleißig am schwappen. Alleine Firefox belegt nach einer Surfsession hier schon mal rund 200 – 300 MB :-(

Also einen neues Notebook muss her.

Ich möchte auf jeden Fall wieder ein Notebook von einem Hersteller haben, welcher bei der jährlichen c’t Notebook-Umfrage gut abschneidet, da ich gerade bei Notebooks einen guten Service für sehr wichtig erachte. Bei einem normalen Rechner kann man ein defektes Bauteil selber tauschen, bei einem defektes Notebook scheidet diese Möglichkeit in der Regel aus. In der aktuellen c’t (7/09) wurden jetzt die Ergebnisse der letzten Umfrage veröffentlicht. Hierbei haben Dell, Lenovo und Apple am Besten abgeschnitten.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Linux-Tauglichkeit.  Zumindest die wichtigsten Funktionen des Notebooks sollten auch unter Linux laufen. Auch hier bietet bot sich Dell an. In den ersten Tagen meiner Überlegungen hat Dell beispielsweise noch das  XPS M1330 auf ihrer Ubuntu-Seite angeboten. Leider war das Angebot nach einigen Tagen verschwunden.

Das dritte wichtige Kriterium ist die Mobilität. Das Notebook sollte also nicht zu groß und schwer sein und ein vernünftigen Kompromiss zwischen Leistung und Laufzeit bieten. Ein Netbook schied für damit aus, da mir hier die Leistungen zu gering und die Bildschirm zu klein sind. Der Bildschirm sollte zwischen 13 und 15 Zoll groß sein.

Und selbstverständlich sollte das Notebook auch nicht zu teuer sein.

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Kurztip : passwd/group nach ID sortieren

Bei jedem Linux-System wird in den Dateien /etc/passwd und /etc/group die Daten der User (Login-Name, ID, Shell und das Home-Verzeichnis) gespeichert.

Bei einem neuen Eintrag werden die Daten einfach am Ende der Datei angefügt.

Mit diesem Befehlen kann man die Dateien nach der ID sortiert anzeigen lassen:

sort -t : -gk 3 /etc/passwd

Und hiermit kann man sie sortiert speichern:

sort -t : -gk 3 /etc/passwd > /tmp/passwd && mv /tmp/passwd /etc/passwd

Mit den gleichen Befehlen kann man auch die Dateien /etc/group sortieren:

sort -t : -gk 3 /etc/group
sort -t : -gk 3 /etc/group > /tmp/group && mv /tmp/group /etc/group

Bitte erst mit dem ersten Befehl prüfen, ob es geht.  Alles auf eigene Gefahr!

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Blogbeiträge von unterwegs

Wenn man von unterwegs und sofort einen Beitrag in WordPress veröffentlichen möchte, ist das über den normalen Weg nicht so einfach.

Man kann aber WordPress, wenn man es entsprechend einrichtet, eine Email schicken, die dann als Beitrag veröffentlicht wird.

Ob man es braucht? Wollte es jedenfalls mal ausprobieren.

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Rezension: Greg Iles – Blackmail

Greg Iles - Black MailIm beschaulichen Südstaatenort Natchez wird eine 17 jährige Frau ermordet aufgefunden. Der Arzt Drew Elliott wird verdächtigt, ein Verhältnis mit der jungen Frau gehabt zu haben und diese dann ermordet zu haben. Er bittet seinen Freund, den Exstaatsanwalt Penn Cage, ihn zu vertreten und zu helfen.

Die Bewohner fällen schnell ein Urteil über den bis dahin hoch angesehenen Bürger. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Elliott wird erpresst, ein junger Mann stirbt, ein solides Ehepaar wird bestialisch ermordet und Cage gerät in ein Drogenkrieg zweier Banden und in den Trudel um Drogen und die sexuellen Ausschweifungen der Jugend des kleinen Ortes. Doch was hat das alles mit dem Mord und seinen Freund Elliott zu tun?

Penn Cage war übrigens der Protagonist in Iles Roman “Unter Verschluß”, der ebenfalls in dem Ort Natchez spielt.

Ich denke, ein interessantes Thema. Wie schnell bildet man sich doch eine Meinung, wenn man hört, das ein Mann mittleren Alters ein Verhältnis mit einer so jungen Frau hat. Iles beleuchtet das Thema aus Sicht eines Betroffenen und seines Freundes. Man ist geneigt sich der Meinung des Freundes anschließen und fühlt sich wie dieser hin und hergerissen.

Iles versteht es, die Stimmung und die Spannungen innerhalb des kleines Ort bildhaft zu schildern. Die Plot hat auch die eine oder andere unvorhersehbare Entwicklung, ohne das diese übertrieben oder gar unglaubwürdig wirken. Die Charakter werden ansehnlich geschildert. Und Iles hat dies Buch in einem ansprechenden Erzählstil geschrieben.

Ich fand das Buch durchgehend spannend und wirklich gut gelungen. Und daher 4 von 5 Sternen :)

Greg Iles – Blackmail – ISBN 9783404158027 – 620 Seiten – €9,95

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