Rezenssion – Sara Paretsky – Schadenersatz
Die junge Detektivin Vic Warshawski wird mit der Suche nach einem jungen Mann von dessen Vater beauftragt. Der anfängliche einfache Auftrag gestaltet sich schwieriger als gedacht. Sie findet den Mann ermordet in dessen Wohnung am Küchentisch sitzend. Als Warshawski dessen Vater und ihren Auftraggeber aufsucht, muss sie leider feststellen, dass es sich hierbei nicht um ihren Auftraggeber handelt. Die Art der Tötung lässt auf einen Auftragskiller schließen. Nur warum sollte man den jungen Mann ermorden? Und wie kam der Mörder in die Wohnung? Wer hat ihr diesen seltsamen Auftrag erteilt? Was hat das Verschwinden der Freundin des Opfers damit zu tun?
Die Romanheldin unterscheidet sich erfrischend von Protokonisten anderer Thriller, insbesondere von amerikanischen Autoren. Sie ist jung, nicht versoffen, prügelt sich nicht ständig, hat anfänglich nicht mal eine Waffe und hat keine Erfahrung mit der Suche nach Vermissten und Mördern. Paretsky versucht erst gar nicht, durch unlogische Verstrickungen einen unnatürlichen Spannungsbogen zu erzeugen. Die Geschichte ist angenehm unkompliziert und angenehm zu lesen. Der Roman hat mich jedenfalls gut unterhalten und eignet sich sicherlich als Begleitung für Strand oder Bahnfahrt.
Sara Paretsky – Schadenersatz – 318 Seiten – ISBN 978-3-570-06829-8 – Stern-Krimi-Edition












